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Er war 68er-Aktivist, Stadtguerillero, Taxifahrer, Sponti – er wurde hessischer Umweltminister in Turnschuhen und deutscher Außenminister im Anzug:
Das bewegte Leben von Joseph "Joschka“ Fischer dient Regisseur Pepe Danquart als roter Faden, um von sechs Jahrzehnten deutscher Nachkriegsgeschichte zu erzählen. Von den verlogenen 50er-Jahren, den wilden Tagen der APO und der "bleiernen Zeit" des RAF-Terrors über die Anfänge der Anti-Atomkraftbewegung und die Gründungsjahre der Grünen bis hin zum Fall der Mauer und der ersten rotgrünen Bundesregierung – Danquarts Film wird zu einer Zeitmaschine, die durch sechs Jahrzehnte fliegt und Fischer zu einem Zeitreisenden, der manchmal kaum fassen kann, was in der Epoche, die ihn ebenso prägte wie er sie, alles geschehen ist.

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Spiegel Online Kultur von Georg Diez, 07.05.11:
Der Regisseur Pepe Danquart hat einen Dokumentarfilm über die lebenslangen Kämpfe des Joschka Fischer gedreht - und erzählt damit die Sieger-Fabel einer Protestgeneration, die längst im Mainstream angekommen ist und nun Ministerpräsidenten stellt.
>> Interview SpiegelOnline mit Pepe Danquart
Kultur Spiegel, 05/2011:
140 übberraschend kurzweilige Minuten lang bewegt sich der grüne Superstar unter den früheren Außenministern durch ein Kurzfilmmuseum seiner eigenen Geschichte und kommentiert liebevoll seine Großartigkeit. Kritische Wort findet er dabei viel eher für seine Partei als für sich selbst.

Foto© Jim Rakete/ Photoselection
Seit dem Tod ihres Bruders fühlt sich die 15-jährige Adele wie gelähmt von ihrem traurigen und eintönigen Leben mit ihren Eltern auf einem deutschen Bauernhof. Als sie den flüchtigen Mörder Timo kennenlernt, willigt sie ein, ihm bei seiner Flucht nach Marseille zu helfen, wenn er verspricht, sie von ihrem schmerzhaften Dasein zu erlösen, indem er sie tötet. (Quelle: solothurnerfilmtage.ch)


Foto© Jim Rakete/ Photoselection
Martins einzige Sicherheit sind Zahlen. Einst war er ein genialer Mathematiker auf Karrierekurs. Bis sein geordnetes Leben in tausend Einzelteile zerfiel, als er zusammenbrach. Er kommt in die Psychiatrie, verliert seine Stelle, isoliert sich. Er fühlt sich verfolgt und es fällt ihm immer schwerer, die Wirklichkeit mit Zahlen zu bändigen. Am Rande der Stadt trifft er auf einen geheimnisvollen Jungen, der nur Russisch spricht. Gemeinsam flüchten sie in den Wald, werden Freunde, beginnen ein neues Leben. Aber es ist nur eine Frage der Zeit, bis man Martin auch dort finden wird. Ein intensives Psychodrama über Freundschaft und Widerstand, Wut und Neuanfang. (Quelle: Filmfestival Max Ophüls Preis)
"Die Summe meiner einzelnen Teile" berührt auf einer sehr tiefen emotionalen Ebene. Er wirft Fragen auf, von denen sich sehr viele Menschen in modernen Gesellschaften direkt angesprochen fühlen. Denn jedem von uns könnte passieren, was der Hauptfigur Martin Blunt im Film passiert. Wir sind uns alle unserer psychischen Gesundheit viel zu sicher. Eine Depression oder ein Burn-Out nimmt man selbst meist erst als letztes wahr. Unser Selbst ist ein äußerst fragiles Gebilde, das sich permanent vorlügt, superstabil zu sein. Dabei reicht schon ein kleines Trauma, ein wenig Fieber, ein paar Tage Isolation, und das Ich zerspringt. In meinem Film geht es um elementare Fragen, die Grundlagen der Psyche, der Wahrnehmung, des Menschseins, und so soll auch die Bildsprache sein. Erde, im letzten Akt ein wenig Feuer und schließlich im Schlußbild: Luft. Freiheit... (Hans Weingartner)


Foto© Jim Rakete/ Photoselection
Das Jahr 1949. Ein Mann erwacht in einem Kellergewölbe, neben sich zwei Leichen. Er kann sich weder erinnern, wer er ist, noch, was passiert ist. Ein Ermittler versucht herauszufinden, ob der Mann Täter oder Opfer ist. Aus dem psychologischen Katz- und Mausspiel der beiden wird schließlich ein Wettlauf gegen die Zeit. (Quelle: Filmfestival Max Ophüls Preis)
Dieser ausgetüftelte Kurzkrimi von Paul Florian Müller ähnelt in seiner Machart und Dialogführung an ein Stück von Dürrenmatt. Die Hauptdarsteller agieren überzeugend in einem Katz und Maus Spiel, bei dem bis zum Ende unklar ist, wer Opfer und wer Täter ist. Die Schlusspointe erscheint demnach umso erschütternder und dient als überraschender Schlusspunkt eines intensiven Kammerspiels voller Spannung und gekonnt zurückgenommener Emotion." (Auszug Filmbewertungsstelle Wiesbaden / Prädikat "besonders wertvoll" / Juli 2011)
Das Projekt von Autor und Regisseur Paul Florian Müller ist vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) gefördert. Gedreht wurde im Herbst 2010 in Berlin. (Quelle: www.weydemannbros.com)


Foto© Katja Kuhl
Der Schauspielstudentin Fine fehlt es an Selbstvertrauen. Kaspar Friedmann, ein Kultregisseur, fordert sie heraus, indem er ihr die Hauptrolle in einer Inszenierung des Stückes "Camille" anbietet. Keiner versteht diese Entscheidung, denn Fine scheint das komplette Gegenteil von Camille zu sein. Doch sie will ihrer Rolle so nah wie möglich kommen und begibt sich in die Hände des Regisseurs. Er lässt sie durch die Hölle gehen, ohne sie psychisch aufzufangen. Ein gefährliches Spiel beginnt. (Quelle: Filmfestival Max Ophüls Preis)
1956, Kalter Krieg. Der Schweizer Staatsschutz überwacht zehn Prozent der eigenen Bevölkerung. Reporter Werner Eiselin wird anhand eines Fotos als sowjetischer Spion entlarvt. Er ist dem Druck nicht gewachsen und nimmt sich im Verhörraum das Leben. Spezialagent Urs Rappold von der Antispionage-Abteilung plagen Zweifel. Waren die Fotos echt? Und warum hat Dr. Harry Wind, ein einflussreicher PR-Berater, die Fotos überhaupt machen lassen? Rappold realisiert, dass er selbst Teil eines Komplotts ist. (Quelle: Filmfestival Max Ophüls Preis)
Die zweite Staffel von "Die Stein" (Regie: Edzard Onneken) mit Katja Studt ist ein voller Erfolg! Die 13 ausgestrahlten Folgen der ARD-Serie erreichten im Durchschnitt eine Zuschauerzahl von 5,10 Millionen und 15,84 % Marktanteil.

Foto© ARD/Claudius Pflug
Nach
den vielen Turbulenzen, die das Leben der engagierten Lehrerin Katja
Stein in der ersten Staffel durcheinander gewirbelt haben, scheint nun
Ruhe eingekehrt zu sein. Sie lebt mit Stefan Hagen auf dessen
idyllischem Reiterhof in einer malerischen Ecke Brandenburgs.
Unterstützt wird Katja von Renée, die ihre enge Freundin und zugleich
Verbündete im Lehrerkollegium ist. Dank Katjas beherzten Einsatzes beim
Schulrat ist das Fortbestehen der Erich-Kästner-Gesamtschule, die zu
einer "Reiterschule" wird, gesichert. Das allerdings stellt Schulleiter
Fumetti vor ungeahnte Herausforderungen, weckt bei den Schülern aber
große Begeisterung.
Mit der Ruhe ist es allerdings bald vorbei: Erst wird Katjas Schwester Karola (Katja Studt)
die neue Kunsterzieherin der Schule - und pikanterweise die neue
Geliebte von Rektor Fumetti. Dann wird Karolas Sohn Clemens mit
lebensgefährlichen Blutungen ins Krankenhaus eingeliefert und die
Diagnose der Ärzte schockiert alle zutiefst ...

Foto©ARD/Claudius Pflug
Aenne Schwarz und Lars Rudolph sind sind aktuell in "Der Kirschgarten" von Anton Tschechow unter der Regie von Thorsten Lensing und Jan Hein in den Sophiensealen Berlin zu sehen.

Fotos© Jim Rakete/ Photoselection
Nach fünfjährigem Aufenthalt in Frankreich kehrt Ranjewskaja, verwitwete Besitzerin eines Landgutes auf ihr Anwesen zurück. Sie hatte es Hals über Kopf mit ihrem neuen Geliebten verlassen, nachdem ihr Mann gestorben und ihr siebenjähriger Sohn im Fluss ertrunken war. Da ihre Familienmitglieder und sie weit über ihre Verhältnisse gelebt haben, ist das Gut hoch verschuldet und zu einem bereits festgelegten Termin zur Zwangsversteigerung ausgeschrieben. Der reiche Kaufmann Lopachin, der hier als Sohn eines ehemaligen Leibeigenen aufgewachsen ist, weist ihr den ökonomisch einzig sinnvollen Ausweg. Sie soll den schönen aber nutzlosen Kirschgarten abholzen und das Gelände als Bauland für Sommerhäuser parzellieren und verpachten. Sie lehnt den Vorschlag ab. Das Anwesen kommt unter den Hammer. Während im Gutshaus ein letztes Fest stattfindet, erwirbt Lopachin selbst das Gut und veranlasst, was er Ranjewskaja geraten hatte. Noch während die alte Besitzerfamilie abreist, werden im riesigen Kirschgarten die ersten Bäume gefällt.
Nach "Onkel Wanja" setzt das Regieduo Lensing/ Hein seine Auseinandersetzung mit Anton Tschechow fort und inszeniert "Der Kirschgarten" - eine genau komponierte Kette aus prallen, disparaten Augenblicken, unerhört, komisch und überraschend wie das Leben selbst. Tschechows Geschichte der hoch verschuldeten Gutsbesitzerin Ranjewskaja, die ihren einzigen Ausweg - die Abholzung des geliebten Kirschgartens - ablehnt und so alles verliert, gibt einen nahezu körperlichen Eindruck von der Zeit, die verstreicht. "Erster Akt: Der Kirschgarten muss vielleicht verkauft werden. Zweiter Akt: Der Kirschgarten wird verkauft werden. Dritter Akt: Der Kirschgarten ist verkauft. Vierter Akt: Der Kirschgarten ist verkauft worden. Der Rest: das Leben." (Jean Louis Barrault) Tschechow wirft einen nüchternen, vorbehaltlosen Blick auf das Leben. Er erläutert nicht, er bewertet nicht, er stellt fest und lässt uns so die Zeit, den Tod, die Liebe und das Geld anschauen. "Für Chemiker" sagt Tschechow, "gibt es auf der Erde nichts Unreines. Der Schriftsteller muss genauso objektiv sein wie ein Chemiker, er muss sich freimachen von der Subjektivität seines Alltags und wissen, dass die Misthaufen in der Landschaft eine sehr beachtliche Rolle spielen, und böse Eigenschaften dem Leben ebenso eigen sind wie gute." (Quelle: Sophiensaele)
Das Stück ist eine Produktion von Theater T 1 in Koproduktion mit Kampnagel
Hamburg, Grand Théatre Luxembourg, Theater im Pumpenhaus Münster, TAK
Theater Liechtenstein, Festspielhaus Hellerau Dresden und sophiensaele
Berlin.